Die Chemie der Liebe
Wir haben uns mit der School of Human Sciences der London Metropolitan University zusammengetan, um ein Experiment an 30 Studenten durchzuführen. Das Ergebnis: Sie benötigen lediglich Blumen oder Schokolade, um sich glücklich zu fühlen. Die Studenten, die Blumen oder Schokolade geschenkt bekamen, hatten einen erhöhten Anstieg des sogenannten Liebeshormons Oxytocin, im Gegensatz zu den Studenten, die nur eine Flasche Wasser geschenkt bekamen.
Das Liebeshormon-Experiment
Wir wollten herausfinden, ob die Liebesgefühle, die mit einer Beziehung oder Freundschaft verbunden sind, durch Geschenke repliziert werden können. Geschenke sind oft ein wichtiger Teil des Valentinstags für diejenigen, die ihn feiern, aber das Schenken von Geschenken muss nicht nur denjenigen in einer romantischen Beziehung vorbehalten sein.
Um dies herauszufinden, haben wir die Hilfe von Dr. Fairbrother, Head of Biosciences, Dr Sheelagh, Head of Student Experience and Academic Outcomes Heigh sowie Elliot Kidd, Met PhD Student in London Elliot, der das Experiment ermöglichte für die Analyste der Ergebnisse verantwortlich war.

Die Herangehensweise
Zur Durchführung des Experiments wählte Kidd die folgende Methode: - 30 Studenten (23 weibliche und 7 männliche) wurden als Freiwillige rekrutiert und erhielten jeweils eine ID-Nummer - Alter, Geschlecht und Geburtsdatum wurden erfasst. - Speichel wurde vor Erhalten des Geschenks gesammelt. - Drei verschiedene Geschenke wurden zufällig an die Probanden verteilt. - Bei den Geschenken handelte es sich entweder um Kreativ-Blumenboxen, 500 g Cadbury's Milchschokolade oder um eine 250ml Wasserflasche (Supermarkt Eigenmarke) - 10 Minuten nach der Übergabe der Geschenke wurde von jedem Probanden eine zweite Speichelprobe genommen. - 40 Minuten später wurde eine dritte Speichelprobe von jedem Probanden entnommen.
Die Ergebnisse
Nachdem das Experiment beendet war, arbeitete Kidd an der Analyse der Speichelproben aller drei Gruppen, um Veränderungen des Hormonspiegels festzustellen.
Dies wurde durch Vergleich mit dem Grundwert der Hormone in jeder Gruppe unter Verwendung der drei Speichelproben von jedem Probanden durchgeführt, um zu sehen, ob sich die Werte von Oxytocin und Cortisol erhöhten.
Der Vergleich konnte keine generellen Veränderungen der Cortisolproduktion feststellen, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass die Teilnehmer während des Experiments keinem Stress ausgesetzt waren. Bei denjenigen, die Pralinen und Blumen erhielten, wurde jedoch ein Anstieg des Hormons Oxytocin festgestellt, während der Hormonspiegel bei den Probanden mit Wasser die geringste Veränderung verzeichneten.
Den größten Einfluss auf das Liebeshormon Oxytocin hatte Schokolade:
Die Empfänger des zuckerhaltigen Geschenks zeigten einen Anstieg der Oxytocinwerte um 73,36 pg / ml.
Diejenigen, die einen Blumenstrauß erhielten, lagen mit einem Anstieg von 61,89 pg / ml knapp dahinter.
So, was bedeutet das Ergebnis nun?
Das Experiment hat bewiesen, dass die Gefühle der Euphorie, die normalerweise mit Liebe verbunden sind, tatsächlich durch Geschenke erreicht werden können. Und während Schokolade eindeutig mehr Liebeshormone als die anderen Geschenke hervorrief, verwies Kidd darauf, dass dies keine Überraschung sei, "da bekannt ist, dass Schokolade selbst ein Gefühl des Wohlbefindens und eine Oxytocinreaktion hervorruft”.
Ergebnisse im Kontext: Die Stadien der Liebe
Oxytocin ist ein Hormon, das beim Menschen vorkommt und eng mit sozialer Bindung und sexueller Fortpflanzung zusammenhängt. Aus diesem Grund ist dieses Hormon in der Regel ausgeprägter bei Menschen, die sich in einer glücklichen, liebevollen Beziehung befinden.Aber Oxytocin ist nicht das einzige Hormon, das in romantischen Beziehungen eine Rolle spielt. Es wird allgemein angenommen, dass es zwischen den Menschen drei klar definierte Liebesstadien gibt, und die Ebenen dieser assoziierten "Liebeshormone" unterscheiden sich in jedem Stadium:
Stufe 1: Verliebt sein
Man erkennt sie schon von weiten, die frisch verliebten mit der rosaroten Brille! Die erste Stufe der Liebe zeichnet sich durch ein hohes Maß an Leidenschaft und Intimität aus. Diese euphorische Phase dauert normalerweise etwa sechs Monate. In dieser Zeit ist es nicht ungewöhnlich, dass der Cortisol-Spiegel beim Menschen erhöht ist. Cortisol ist mit Stress verbunden, und es wird angenommen, dass die höheren Werte auf die Unsicherheit zurückzuführen sind, die viele in den ersten Tagen einer Beziehung empfinden.
Stufe 2: Leidenschaftliche Liebe
Wenn sich eine Beziehung entwickelt, treten Gefühle der Sicherheit, der Ruhe und des Gleichgewichts ein, was oft bedeutet, dass der Cortisolspiegel abnimmt. Die leidenschaftliche Liebesphase kann von mehreren Monaten bis zu mehreren Jahren andauern, in denen die Zeitniveaus von Oxytocin und Vasopressin (ein Hormon wie Oxytocin, das eine Rolle bei der Paarbindung spielt) stärker werden, wenn sich das Paar verbindet.
Stufe 3: Begleitende Liebe
Definiert durch eine deutliche Abnahme der Leidenschaft, aber mit einem immer noch hohen Engagement und intimem Bekanntheitsgrad, ist die Stufe der begleitenden Liebe eine Freundschaft, in der starke Bindungen entstehen. Oxytocin und Vasopressin sind in diesem Stadium beide sehr dominant.
Diese Theorien werden von einem weiteren Neurowissenschaftlichen Bericht von A. De Boer, EM Van Buel und GJ Ter Horst gestützt. Sie untersuchten eingehend die Entwicklung der menschlichen Beziehungen und fanden heraus, dass Oxytocin eine wichtige Rolle bei der Bildung starker Bindungen zwischen Paaren nach mehreren Monaten bis zu einem Jahr ihrer Beziehung spielt.Live Science bezeichnet Oxytocin sogar als das sogenannte "Kuschelhormon", da sie der Annahme sind, dass es freigesetzt wird, wenn Menschen sich umarmen oder sich sozial engagieren.