Hitzestress bei den Blumen? So blühen sie wieder auf.
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Amaryllis Pflege: Ein Ratgeber für Anfänger:innen

Entdecke die Welt der Amaryllis mit unserem leicht verständlichen Ratgeber. Wenn du noch keine oder nur wenig Erfahrung in der Pflanzenpflege hast bzw. einfach nur neugierig auf diese schönen Blumen bist, findest du hier alle wichtigen Informationen, die du brauchst. 

Von der Herkunft der Amaryllis bis hin zu ihrer Bedeutung und Pflege – wir erklären dir einfach und übersichtlich alles Wissenswerte über die Schönheit und den Charme der Amaryllis-Pflanzen.

red amaryllis stem
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Wo kommt die Amaryllis ursprünglich her?

Die Amaryllis kommen ursprünglich aus Südamerika, und zwar aus Ländern wie Brasilien und Peru, aber auch aus Südafrika. Diese Regionen bieten aufgrund ihres sonnigen Klimas und ihrer nährstoffreichen Böden ideale Bedingungen für das Gedeihen dieser herrlichen Blumen. Von dort aus kam die Amaryllis nach Europa. Es ist schon faszinierend sich vorzustellen, wie die Blumenzwiebeln ihren Weg aus so fernen Ländern zu uns nach Hause finden, oder? Wir hoffen, dass auch du dein Zuhause in der kalten Jahreszeit mit den leuchtenden Blüten erhellen wirst.

Die Bedeutung der Amaryllis

Die Amaryllisblüte hat eine vielseitige symbolische Bedeutung, die je nach Kultur und Kontext variiert. Generell wird sie oft mit Stolz, Entschlossenheit und strahlender Schönheit assoziiert. Ihr langer, majestätischer Stiel und die auffälligen Blüten symbolisieren Stärke und Entschlossenheit und machen sie zu einem perfekten Geschenk für jemanden, der vor einer Herausforderung steht oder einen neuen Lebensabschnitt beginnt. In einigen Kulturen gilt die Amaryllis auch als Symbol für Liebe, Zuneigung, Lebensfreude und Schönheit, was ihrer Bedeutung eine gewisse Romantik verleiht.

Mehr zum Thema: Blumen und ihre Bedeutung

Die verschiedenen Sorten von Amaryllis

Es gibt zwei Gattungen von Amaryllis: Die im Winter angebotene Amaryllis Hippeastrum (auch Ritterstern genannt) und die botanische echte Amaryllis (Amaryllis belladonna), die auf Deutsch auch Belladonnalilie genannt wird.

Die Rittersterne werden wegen ihrer großen, auffälligen Blüten oft als Zimmerpflanzen gezüchtet. Es gibt sie in vielen Farben und Musterungen und es werden ständig neue Züchtungen entwickelt. 

Die Belladonnalilie hingegen ist eine größere, robustere Pflanze, die im Spätsommer oder Frühherbst rosafarbene, trompetenförmige Blüten trägt. 

Neben diesen Hauptsorten gibt es auch viele Hybridsorten, die alle ihre eigenen Merkmale und ihre eigene Schönheit haben.

Die beliebteste Sorte von Amaryllis

Die beliebtesten Amaryllis-Sorten sind Kreuzungen, die auch Hippeastrum-Hybride genannt werden. Es gibt sie in einer riesigen Auswahl von Farben und Mustern. Zu den begehrtesten Sorten gehören klassische Rot-, Weiß- und Rosatöne sowie ausgefallene Farben wie Lachs, Orange und zweifarbige oder gesprenkelte Exemplare. Die Wuchshöhe kann bis zu 60 cm betragen.

Zu den beliebtesten Sorten gehören „Double King“ mit mehr als doppelt so vielen Blütenblättern als reguläre Amaryllissorten, „Emerald“ mit dunkelroten Streifen auf hellgrünem Grund, „Red Lion“, „Apple Blossom“, „White Christmas“ und „Charisma“. Diese Sorten werden für ihre großen, prächtigen Blüten und ihre Pflegeleichtigkeit geschätzt und sind daher eine beliebte Wahl für drinnen und draußen.

Die seltenste Sorte von Amaryllis

Einige der seltensten Amaryllis-Sorten sind alte Gattungen oder solche, die man nicht sehr oft sieht. Dazu gehören zum Beispiel Wildarten aus Südamerika wie Hippeastrum papilio oder Hippeastrum puniceum. 

Hippeastrum papilio ist eine besondere Art von Amaryllis, die wirklich einzigartig ist. Ihre Blüten mit langen, spitzen Blütenblättern sehen aus wie Schmetterlinge. Deswegen wird sie auch Schmetterlingsamaryllis genannt. Die Blütenblätter sind meist mehrfarbig weiß, grün und violett gefärbt. Diese Art von Amaryllis ist selten und wird daher von Pflanzenliebhaber:innen sehr geschätzt.

Hippeastrum puniceum, auch Barbados-Ritterstern bekannt, ist eine eindrucksvolle Sorte von Amaryllis mit leuchtend lachsroten bis roten Blüten. Jede Blüte dieser markanten und wunderschönen Sorte hat sechs Blütenblätter, die aussehen wie ein Stern. In der Mitte bildet eine weiße bis cremefarbene Färbung einen eleganten Kontrast.

Es gibt auch spezielle neue Sorten oder Kreuzungen, die selten sind, weil sie nicht in großen Stückzahlen kultiviert werden. Diese besonderen Amaryllis werden von Sammler*innen und Gärtner*innen sehr geschätzt, weil sie einzigartig und schwer zu finden sind.

So wählst du die richtige Amaryllis-Sorte aus

Die Auswahl der richtigen Amaryllis für den Garten oder das Haus ist ein spannender Prozess, der mit der Wahl der richtigen Zwiebel beginnt. 

Wähle Amaryllis-Zwiebeln aus, die fest und prall sind, da dies ein Zeichen dafür ist, dass sie frisch und gesund sind. Wähle möglichst große Zwiebeln, da diese in der Regel größere und robustere Blüten hervorbringen. Überlege dir auch, welche Farbe und Musterung von Amaryllis du gerne hättest, denn dir stehen viele Sorten zur Auswahl. Ob klassisches Rot und Weiß oder ausgefallene Farben, wie lachsfarben oder orange – für jeden Geschmack gibt es die passende Sorte.

Wenn du deine Zwiebel ausgewählt hast, pflanze sie in eine gut durchlässige Blumenerde und stelle sie an einen sonnigen Platz. Mit der richtigen Pflege wird deine Amaryllis dich mit wunderschönen Blüten erfreuen, die deinen Raum erhellen werden.

Amaryllis: Pflegetipps

Die Pflege von Amaryllis-Pflanzen ist einfach und sehr befriedigend. Lerne hier die Grundlagen des Pflanzens, Gießens und Düngens kennen, damit deine Pflanzen gesund bleiben und mehrjährig schön blühen. Egal, ob du schon viel Erfahrung mit dem Gärtnern hast oder gerade erst damit anfängst – mit diesen Tipps sorgst du dafür, dass deine Amaryllis gut gedeiht und dich Jahr für Jahr mit herrlichen Blüten erfreut.

Pflanzen

Das Einpflanzen der Amarylliszwiebel ist ein spannender erster Schritt auf dem Weg zu einer schönen Blüte. Der Topf sollte mindestens 2,5 cm breiter sein als die Zwiebel und schwer genug, damit die große Pflanze später nicht umkippt. Fülle ihn mit gut durchlässiger Blumenerde oder mische die Erde mit Tonkügelchen bzw. Bimsgranulat, um Staunässe zu vermeiden. Pflanze zwei Drittel der Zwiebel in die Erde, sodass der Hals der Zwiebel oberhalb der Erde stehen bleibt. Wichtig: Die Blumenerde aus dem Sack ist feucht genug. Bis zum deutlichen Austrieb (wenn Stängel und Blätter zu sehen sind) sollte die Zwiebel nicht gegossen werden, sondern nur einmal in der Woche leicht mit Wasser besprüht werden. Stelle den Topf an einen sonnigen Standort mit ca. 18° bis 25° C. Amarylliszwiebeln bevorzugen eine leichte Topfbindung. Topfe sie also nicht zu früh um. Bis zur Blüte schrumpft die Zwiebel allmählich. Deswegen solltest du die Blumenerde rundum die Zwiebel ab und zu andrücken. Wenn die Blütenstängel länger werden, neigen sie sich dem Licht zu. Drehe den Topf daher regelmäßig, damit deine Amaryllis gerade wächst und später beim Blühen nicht umkippt.

Gießen

Richtiges Gießen ist entscheidend, damit deine Amaryllis gesund bleibt und blüht. Wenn aus der Zwiebel erstes Grün wächst, bildet sie auch neue Wurzeln aus. Jetzt solltest du anfangen, sie sparsam zu gießen. Warte danach mit dem nächsten Gießen, bis sich die Oberfläche der Erde wieder ganz trocken anfühlt. Die Zwiebel verträgt nicht zu viel Nässe, da sie sonst fault. Nachdem die Blüten verblüht sind, solltest du das Gießen langsam reduzieren. Wenn die Blätter verwelken, solltest du die Erde austrocknen lassen und die Pflanze in eine dunkle Ecke oder in den Keller stellen. Eine kühle Temperatur von etwa 16° C ist ideal. Auf keinen Fall sollte die Zwiebel Frost abbekommen.

Düngen

Die Düngung deiner Amarylliszwiebel ist für ein gesundes Wachstum und eine üppige Blüte unerlässlich. Gib auf die empfohlene Menge verdünnten Dünger ins Gießwasser und dünge deine Pflanze während der Wachstumsperiode alle zwei bis vier Wochen. Sobald die Pflanze ihre Blütezeit beendet hat, solltest du weniger düngen, die Blütenstängel abschneiden (damit keine Samenbildung entsteht, die die Zwiebel unnötig viel Energie kostet) und die Blätter auf natürliche Weise absterben lassen. Es ist wichtig, dass du nach der Blütezeit weiter düngst, damit die Zwiebel Nährstoffe einlagern kann. Die Ruhezeit ist sehr wichtig, damit die Zwiebel Energie für die Blüte im nächsten Jahr tanken kann. Mit der richtigen Pflege wird deine Amaryllis dich Saison für Saison mit wunderschönen Blüten und gesundem Wachstum belohnen.

Amaryllis richtig gießen

Das Gießen der Amaryllis ist einfach, aber es ist wichtig, dass du es richtig machst, damit deine Pflanze gesund bleibt und schön blüht.

Fühle den Boden: Prüfe vor dem Gießen den obersten Zentimeter der Erde. Nur wenn sie sich ganz trocken anfühlt, ist es an der Zeit zu gießen.

Nimm Gießwasser mit Zimmertemperatur: Aufgrund ihrer Herkunft verträgt die Pflanze kein kaltes Wasser.

Gieße gründlich: Gieße die Erde gründlich, sodass die Erde feucht ist und überschüssiges Wasser aus dem Topfboden abfließen kann. Der Topfboden muss Löcher haben, damit sich keine Staunässe bildet.

Weniger ist mehr: Amarylliszwiebeln faulen bei Staunässe sehr schnell. Lass die Erde zwischen den Wassergaben leicht austrocknen, insbesondere während der Ruhezeit.

Gieße der Wachtumsperiode entsprechend: Während der aktiven Wachstumsperiode, in der Regel vom Spätwinter bis zum Frühsommer, musst du häufiger gießen. Gieße nach der Blütezeit und während der Ruhezeit im Herbst seltener. Nach dem Abschneiden der verwelkten Blätter solltest du in der Ruhezeit gar nicht gießen, bis sich wieder neue Blätter bilden.

Beobachte die Farbe der Blätter: Wenn die Blätter anfangen, gelb zu werden, kann das ein Zeichen für übermäßiges Gießen sein. Warte mit dem Gießen, bis die Erde wieder trocken ist.

Mehr zum Thema: Wie gieße ich meine Pflanzen richtig?

Amaryllis richtig umpflanzen

Für die Gesundheit Ihrer Amaryllis ist es wichtig zu wissen, wann sie umgetopft werden muss. Dies muss nicht jedes Jahr sein. Amaryllis können auch im gleichen Topf erneut wachsen. Erfahre hier, wann und wie du deine Amaryllis umtopfen solltest.

Anzeichen dafür, dass es an der Zeit zum Umtopfen ist

Du musst deine Amaryllis umtopfen, wenn die Zwiebel zu groß für den Topf wird, die Wurzeln herausragen oder gegen die Seiten drücken. Wenn die Pflanze wackelig ist oder leicht umkippt, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass sie einen neuen, größeren Topf braucht. Wenn deine Amaryllis nicht mehr so viel blüht wie früher oder ungesund aussieht, könnte das auch daran liegen, dass es ihr in ihrem jetzigen Topf zu eng geworden ist. Ebenso sind vergilbte oder welke Blätter, ein Zeichen dafür, dass die Pflanze mehr Platz braucht, sofern du nicht wie oben beschrieben zu viel gegossen hast.

Schritt-für-Schritt-Ratgeber zum Umtopfen deiner Amaryllis

Wähle den richtigen Zeitpunkt: Warte bis nach der Blütezeit, normalerweise im Frühjahr oder Frühsommer.

Nimm einen größeren Topf: Wähle einen Topf, der etwas größer ist als der, in dem sie jetzt steht, mit Löchern im Boden damit das Gießwasser abfließen kann.

Bereite den neuen Topf vor: Fülle ihn mit gut durchlässiger Erde und lasse oben Platz für die Zwiebel. Mische die Erde mit Tonkügelchen bzw. Bimsgranulat, um Staunässe zu vermeiden.

Nimm die Zwiebel heraus: Löse die Zwiebel vorsichtig aus dem Topf, ohne die Wurzeln zu beschädigen.

Sieh dir die Zwiebel an: Wenn sie verfaulte oder beschädigte Stellen hat, schneide diese mit einem sauberen Messer ab.

Pflanze die Zwiebel ein: Setze die Zwiebel in den neuen Topf und achte darauf, dass der Hals ein Drittel über der Erde liegt. Drücke die Erde um die Zwiebel herum leicht an.

Gießen und Pflegen: Besprühe die Zwiebel gelegentlich und gieße sie nach dem Antrieb. Stelle sie an einen sonnigen Platz und drehe den Topf hin und wieder, damit sie gerade wächst. 

Jetzt hat deine Amaryllis mehr Platz, um zu wachsen und schön zu blühen.

Die richtige Topfgröße wählen

Die Wahl der richtigen Topfgröße für deine Amaryllis ist wichtig für ihre Gesundheit. Ist der Topf zu klein, kann er das Wachstum der Zwiebel einschränken. Ein zu großer Topf kann allerdings dazu führen, dass die Erde zu nass bleibt, wodurch die Zwiebel faulig werden kann. Wähle am besten einen Topf, dessen Radius ca. 5 cm größer ist als der aktuelle Topf. Natürlich sollte auch der neue Topf Löcher im Boden haben, damit das Gießwasser abfließen kann. So hat die Zwiebel genügend Platz zum Wachsen. Ein etwas größerer Topf bietet den richtigen Halt und Platz für gesundes Wachstum.

Amaryllis nach der Blütezeit abschneiden

Es ist ratsam, die Amaryllis nach der Blüte zu beschneiden. Schneide den Blütenstiel in der Nähe der Basis mit einer sauberen Schere oder einem Messer ab. Das hilft der Pflanze, sich auf das Wachstum für die nächste Blütezeit zu konzentrieren. Entferne außerdem alle gelben oder abgestorbenen Blätter, damit die Pflanze gesund bleibt. Die Blätter sollten erst abgeschnitten werden, wenn sie verwelkt sind.

Mögliche Probleme mit Amaryllis und Lösungen

Im Folgenden sehen wir uns einige häufige Probleme an, die du mit deiner Amaryllis haben könntest, und wie du sie lösen kannst:

Gelbe Blätter

Es kann passieren, dass sich die Blätter verfärben, wenn du zu viel oder zu wenig gießt. Denke immer daran, deine Pflanze  so zu gießen, dass der Boden feucht, aber nicht nass ist. Entferne alle gelben Blätter.

Keine Blüten

Wenn deine Amaryllis nur Blätter und keine Blüten treibt, kann es sein, dass sie nicht genug Sonnenlicht bekommt. Stelle sie an einen helleren Ort, wie z. B. auf die Fensterbank. Denke außerdem daran, sie regelmäßig zu gießen und düngen.

Blätter fallen ab

Dies kann ein Anzeichen für zu wenig Wasser sein. Gib deiner Pflanze etwas mehr Wasser, vor allem während der Wachstumsperiode. Wenn die Blätter trotzdem abfallen, prüfe die Zwiebel auf Wurzelfäule und pflanze sie gegebenenfalls um.

Krankheiten und Schädlinge 

Amaryllis-Pflanzen können von Schädlingen wie Blattläusen, Schildläusen oder Spinnmilben befallen werden. Wenn du welche siehst, wische sie vorsichtig mit einem feuchten Tuch ab oder verwende eine Insektizidseife. Schildläuse kannst du alternativ mit einer Seifen-Spiritus-Lauge entfernen und Spinnmilben kann man auch über der Wanne abduschen.

Staunässe

Staunässe entsteht, wenn die Zwiebel zu lange im Wasser ist. Achte darauf, dass Wasser aus dem Topf gut abfließt und gieße nicht zu viel. Wenn du siehst, dass die Zwiebel fault, nimm sie heraus und pflanze sie in frische Erde. Wenn du sie schnell umpflanzt, kannst du sie unter Umständen noch retten.

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Fazit

Abschließend weißt du jetzt also, dass Amaryllis relativ pflegeleicht ist, solange du ihnen die richtigen Bedingungen bietest. Vom Pflanzen und Gießen, dem richtigen Standort bis hin zum Umtopfen, Beschneiden und der Behebung häufiger Schwierigkeiten haben wir alles behandelt, was du wissen musst, damit deine Amaryllis gut gedeiht. 

Wenn du diese Tipps befolgst und deiner Pflanze etwas Pflege und Aufmerksamkeit schenkst, wirst du mit wunderschönen Blüten belohnt, die dein Haus oder deinen Garten verschönern werden. Entwickle also einfach deinen grünen Daumen weiter und erfreue dich an der Schönheit der imposanten Amaryllis-Pflanze.

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